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Donnerstag, 19 Oktober 2017
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Überbein / Ganglion

Das Ganglion, im Volksmund Überbein genannt, ist eine zystenförmige Geschwulstbildung. Sie tritt häufig an Hand und Finger auf und ist auch am Fuß zu finden. Das Ganglion ist gutartig und hat eine enge anatomische Beziehung zur Gelenkhaut (Synovia), Gelenkkapsel oder zur Sehnenscheide. Selten kann ein Ganglion seinen Ursprung auch im Knochen haben und verursacht dann vermehrt Schmerzen. Daher sollten bei einem Ganglion mit Schmerzen zur Sicherheit Röntgenaufnahmen angefertigt werden. Gehäuft ist das Überbein an der Streckseite des Handgelenks anzutreffen. Es lässt sich auch am speichenseitigen Handgelenk finden. Die eigentliche Ursache ist jedoch nicht bekannt.

Da es zahlreiche andere Geschwülste (Gicht-, Rheumaknoten, Lipome,...) an der Hand gibt, sollte eine ärztliche Untersuchung erfolgen.

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„Synovialitis(Entzündung) im 4. Strecksehnenfach“

Die Verdickung verändert sich beim Bewegen der Finger.

arm-03Das Ganglion entsteht meist durch eine Ausstülpung der Gelenkkapsel. Aber auch eine blasenartige Auftreibung der Sehnenscheide kann ausschlaggebend sein. Bei der ersten Variante ist bei der Operation ein gallertiger Inhalt zu finden, der oft von der Gelenkhaut (Synovia) umgeben ist. Auch beim Sehnenscheidenganglion ist der Inhalt gallertig.

Zunächst ist eine Schwellung, ein kleinerer "Knubbel" sichtbar, dessen Größe sich verändern kann. Bewegungsschmerzen, die ab und zu mit einer Bewegungseinschränkung einhergehen, sind nicht immer vorhanden. Ist das Überbein in Nervennähe lokalisiert, können Gefühlsstörungen auftreten. Dieses geschieht auch manchmal ohne direkten Bezug zum Ganglion durch Weichteilverdrängung. Meist sind jedoch keine Beschwerden vorhanden.

Das Ganglion ist harmlos. Ist es erst ungefähr 3 Monate lang und ohne Beschwerden vorhanden, kann zunächst abgewartet werden. Ein operativer Eingriff sollte nur bei Beschwerden oder bei deutlicher kosmetischer Beeinträchtigung durchgeführt. In Bezug auf eine Ganglion-Punktion liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Wiederauftreten bei etwa 50%.

Die Variationsbreite der Ganglion-Operation ist groß. Bei kleineren Befunden z.B. am Finger kann die Operation in örtlicher Betäubung erfolgen und ist harmlos. Größere Ganglien müssen hingegen in iv. Regionalanästhesie (Armbetäubung) oder sogar in Vollnarkose durchgeführt werden. Bei der Op ist es wichtig, das Überbein so zu präparieren, dass es komplett entfernt wird, um einem Rezidiv (erneutes Auftreten) vorzubeugen. Zur besseren Wundheilung und Rezidivprophylaxe, wird das Handgelenk nach der Operation für 1 Woche ruhiggestellt.